Castellon Juan Ripolles

Juan Ripollés – 83 Jahre alt, nur viereinhalb Stunden Schlaf und permanent kreativ

Foto von Lameiro (CC-BY-SA-4.0 license)

Ein Gespräch mit dem Maler Juan Ripollés

Manche Menschen sprühen vor Energie. Außergewöhnlich ist es, wenn ein 83jähriger so viel Energie versprüht, dass man selbst völlig davon angesteckt wird. „Ich schlafe nur viereinhalb Stunden und dann wache ich auf. Hellwach. Wie ein kleiner Junge voller Tatendrang – denn ich will an meiner Welt weiterarbeiten“, sagte mir Juan Ripollés (einer der erfolgreichsten spanischen Maler und Bildhauer der Gegenwart). Wir sitzen in seinem alten Bauernhaus am Rande eines winzigen spanischen Dorfes, in dem der Dorfplatz nach ihm benannt ist: „Plaza del Pintor Juan Ripollés“. Auf dem Kopf trägt er zwei kleine Antennen, im Mund einen Rosmarinzweig, während neben uns das Feuer des großen Kamins lodert. Woher kommt diese Motivation, diese Schaffenskraft frage ich mich und frage ihn nach seiner Welt.

„Jeden Tag arbeite ich an meiner Welt. Es ist wie einen Luftballon aufzupusten und dann lebe ich in meinem Luftballon“ sagt er, grinst begeistert und seine Augen leuchten zwischen Bart und Falten unter den Antennen hervor. ‚Ein ziemlich großer Luftballon‘ denke ich mir. Immerhin eröffnet ‚Ripo‘ weltweit Ausstellungen, Museen und Kunstschulen, baut Skulpturen von über 10 Metern Höhe und seine Galeristen können seine Werke gar nicht so schnell katalogisieren, wie er neue erschafft.

„Das ist meine Arbeit, meine Welt zu erschaffen. Darin bin ich 100% diszipliniert. In allen anderen Bereichen bin ich es nicht“.

Mein Fazit nach diesem Gespräch sind zwei Fragen:

Welche Welt willst du erschaffen?
Was an dieser Welt lässt dich wie ein Kind voller Tatendrang aufwachen?

Hier ein Link zur Homepage mit Video: http://www.ripolles.es

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