Gute Gewohnheiten

Ich bin zu dick

Der Speck hat sich heimlich angeschlichen, über die letzten Jahre, besonders nachdem ich wegen einer Knieverletzung aufgehört habe zu joggen. Plötzlich ist er jetzt da und macht meinen Bauch ganz weich und meine Seiten rund. Ich habe das langsame Weichwerden am Bauch nicht gemerkt, weil ich natürlich vor dem Spiegel immer den Bauch einziehe. Meine alte Waage halte ich für einen miesen Verräter, der nicht rechnen kann, schon gar nicht wenn es um % von Körperfett geht. Erst meine neue, „intelligente“ Waage hat mich überzeugt. Sie sagt ich bin zu dick. Sie ist wohl intelligenter als ich. Jedenfalls futtert sie nicht über die Weihnachtsfeiertage alles in sich rein, was „Kalorien“ schreit.

Das alles ist ja nicht so schlimm denke ich mir – aber ich bin Coach und Trainer und schreibe unter anderem einen Blog zum Thema Willenskraft. Das ist Ironie des Schicksals. Ich will und muss ja nicht dem Fitnesswahn verfallen – aber gesund sein und zufrieden mit mir selbst, Energie haben für meine Familie, für Freunde, für die Arbeit. Das ist mir wichtig. Also was tun?

Meine Strategie für´s erste ist es, mich wieder auf meine guten Gewohnheiten zu besinnen. Das heißt:

  1. Täglich genug Wasser trinken.
  2. Oft Obst essen und Magerquark.
  3. Morgens Yoga und Frühsport machen.
  4. Bewusst und achtsam essen und 30 mal kauen (das ist für mich besonders schwer, mir das anzugewöhnen)
  5. Bewegung im Alltag: Wann immer möglich zu Fuß gehen, Treppen nehmen statt Rolltreppen. Auf meinen Reisen die Koffer nicht hinter mir herziehen, sondern tragen.

Außerdem will ich jetzt ein Selbstexperiment starten und verschiedene Gadgets ausprobieren – meine neue Körperfettwaage (Tanita) und mein neues Smartes Fitnessarmband (Vivosmart HR von Garmin) und dann noch die App „MyFitnessPal“. Das heißt konkret:

  1. Tägliches Wiegen und notieren von 15 harten Fakten, die meine Waage erbarmungslos präsentiert (Meine Knochen wiegen 3,5 Kg, auch das notiere ich jeden Tag, obwohl ich nicht damit rechne, dass sich dieser Wert irgendwie ändert).
  2. Jede Stunde, wenn mein Armband mir sagt ich sei ein fauler Hund werde ich ein paar Übungen machen und so lange um den Schreibtisch herumlaufen, bis es mir gestattet mich wieder hinzusetzen.
  3. Meine Mahlzeiten per App erfassen und ausrechnen lassen, wie viele Kalorien ich zu mir genommen und wie viele ich verbrannt habe. Ich war schon immer ein Fan von Statistiken, vor allem, wenn sie so schön grafisch dargestellt werden….

Und dann weiß ich ja, dass „Social Support“ das A und O der Verhaltensänderung ist. Also verpflichte ich mich einmal im Monat per Blog zu berichten. Für Tipps von dir, lieber Leser bin ich dankbar – Fragen und guten Zuspruch nehme ich auch gerne entgegen.

Viele Grüße,

Dein Sebastian

8 Kommentare
  • Uli Fetz
    Gepostet 23:37h, 30 Januar

    Mir geht es ähnlich- leider. Die Körper-Leichtigkeit mit eben dieser, von Konstanze angesprochenen Leichtigkeit zu erreichen, das ist für mich das Ziel. Ich will nicht ständig auf die Waage zu schielen, kein Fitnessband, keine Listen und was weiß ich noch alles.
    Den inneren Schweinehund bändigen, mehr Bewegung, die Spaß macht, gesund und bewusst essen, den Kopf frei machen vom Zwang des „ich muss“- hin zu ICH WILL (weil es mir dann gut geht).

    • Sebastian
      Gepostet 22:56h, 01 Februar

      Liebe Uli, ich gebe dir uneingeschränkt Recht 🙂 Ich stelle fest, dass die meisten Gadgets auch für mich nach ein paar Tagen den Reiz verlieren. Darum interessiert mich dieses „Experiment“ auch besonders – zu sehen, ob nach ein paar Wochen mit diesen Gadgets tatsächlich etwas passiert…..

  • Sonja Haupt
    Gepostet 10:32h, 25 Januar

    Super, ich freue mich schon auf eine Präsentation Deiner Grafiken und deren Veränderungen 😀

    • Sebastian
      Gepostet 14:53h, 25 Januar

      Ja, ich bin auch schon gespannt darauf. Wichtiger als die Grafiken ist im Moment allerdings noch das „Bauchgefühl“ 🙂 Wobei ganz klar ist, ich fühle mich viel wohler, wenn die Grafiken nach unten gehen…

  • Biggi Leask
    Gepostet 09:14h, 25 Januar

    Sehr spannend, lieber Sebastian. Ich bin am Wochenende zu dem gleichen Entschluss gekommen. Ich besinne mich wieder auf das, was bereits schon einmal funktioniert hat und binde noch die bei dir erlernten Visualisationstechniken mit ein. Neu hinzu kommt das Juicen, das ich im letzten Jahr schon mal ausprobiert habe und das ich jetzt wieder in den Vordergrund stelle.

    Mit Leichtigkeit (danke, Konstanze), viel guter Laune und tollen Bildern im Kopf schaffen wir das!

    • Sebastian
      Gepostet 14:54h, 25 Januar

      Ich denke auch, die mentale Routine ist ebenso wichtig, wie die sportliche und kulinarische. Für mich ist es eigentlich sehr einfach diszipliniert zu sein – außer an den Tagen, an denen ich undiszipliniert bin.

  • Konstanze Quirmbach
    Gepostet 12:06h, 24 Januar

    Leichtigkeit ist ein zentrales Wort bei deinem Vorhaben. Sie darf den Körper UND den Geist tragen.
    Bin gespannt auf den Fortgang deines Vorhabens!

    • Sebastian
      Gepostet 14:55h, 25 Januar

      Ja, Leichtigkeit ist das, was ich will, ungefähr 8 Kilo mehr Leichtigkeit wären optimal.