Wim Hof Method

„The Cold is Your Warm Friend“ – Wie Eisbaden mein Leben verändert hat

Im letzten Sommer hat meine Frau mich auf eine Reportage aufmerksam gemacht, die mich sofort faszinierte. In dem Bericht ging es um den “Iceman” Wim Hof, der in Badehose den Mount Everest besteigt und 16 Weltrekorde hält.

So weit, so beeindruckend.

Was mich aber so faszinierte, war vor allem das Versprechen, mit seiner Trainingsmethode fitter, gesünder und glücklicher zu werden, und einige dieser Versprechen wurden bereits wissenschaftlich überprüft. Von Neugierde geleitet, habe ich etwas weiter recherchiert und beschlossen, es selbst auszuprobieren. Der zehnwöchige Onlinekurs zur Wim Hof Method beinhaltet eine Mischung aus Atemübungen, Yoga, Meditation und Eisbädern oder Eisduschen.

Mein Leben lang hatte ich Kälte und kaltes Wasser vermieden und so schmerzhaft die ersten Fußbäder auch waren, mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Inzwischen gehört folgender Ablauf zu meinem fixen Morgenritual:

  • Atemübungen mit bis zu 4 Minuten Luft anhalten.
  • Yogaübungen für Rücken und Balance.
  • Bis zu 10 Minuten duschen mit dem kältesten Wasser, das die Dusche hergibt.

Warum ich das tue? Ich fühle mich körperlich, geistig und emotional bedeutend besser, seit ich dieses Training mache. Ich fühle mich wacher, kann mich besser konzentrieren, bin aufmerksamer. Ich fühle mich körperlich wohl und schlafe tiefer. Vor allem fühle ich mich ausgeglichener und auch in stressigen Situationen souverän und entspannt.

Inzwischen habe ich den Kurs mehreren Menschen empfohlen und von allen bisher sehr begeisterte Rückmeldungen erhalten. Einer von ihnen hat sogar einen eigenen Blog erstellt, um seine Erfahrungen mit der Wim Hof Method täglich festhalten zu können.

Wissenschaftlich wurde der Iceman bereits an mehreren Universitäten untersucht und die Ergebnisse sind beeindruckend – obwohl noch nicht bewiesen ist, dass auch andere Menschen z.B. ihr Immunsystem durch dieses Training direkt beeinflussen können. Hier ein Link zu einer aktuellen Studie.

Historisch gesehen stammt die Technik übrigens von der weit über 1000 Jahre alten tibetanischen Tummo-Meditation ab, mit der schon damals Zen-Meister die Kälte des Himalaya in innere Wärme verwandelt haben.

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